Startvorbereitungen für den Stratosphärenballon

Start eines Stratosphärenballons am Flugplatz Giebelstadt

Am Samstag 28.April um 10 Uhr haben Schüler des Friedrich König Gymnasiums einen Ballon gestartet, der Bilder aus über 20 Kilometer Höhe zur Erde zurückgebracht hat.
Dieser Start wurde von der Initiative „Vital in Deutschland“, dem VDK, der Seniorenvertretung der Stadt Würzburg und dem Flugsportclub Giebelstadt e.V. unterstützt, deren Logos durch den Ballon in diese Höhe gebracht wurden.
Sowohl TV Touring als auch der Bayrische Rundfunk waren neben über 50 anderen Zuschauern und Gästen am Flugplatz Giebelstadt vorort um die Vorbereitungen und den Start zu sehen.
Mit dabei auch zwei Vertreter der Initiative Vital in Deutschland (kurz vid) – dies ist eine gemeinnützig ausgerichtete Initiative der Deutschen Post. Sie  verfolgt das Ziel, älteren Mitmenschen einen besseren Zugang zu kommunalen Angeboten aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens wie Kultur, Freizeit, Bildung oder Sport zu verschaffen.

Luftaufnahme der Startstelle des Stratosphärenballons

Die Startstelle des Stratosphärenballons von oben

Der Ballonstart war zwar das Highlight des heutigen Tages, aber nur der Auftakt zu einem gelungen Tag am Flugplatz Giebelstadt:
Nach dem Start ging es erstmal in den Schatten vor unserem Clubheim wo neben Kaffee und Kuchen vor allem unser Motorsegler „Aloisius“, ein Motorsegler G109, und eine Cessna 172 auf die zahlreichen Gäste aller Altersgruppen, mit und ohne Behinderung, für ein Erlebnis der Besonderen Art warteten.

So konnten wir heute mit Hilfe unserer Jugendlichen ca. 25 Passagiere ihre fränkische Heimat von oben zeigen.
Ganz besonders schön famd ich den Flug mit Bettina:

Eigentlich war geplant dass Bettina zusamen mit ihrer Mutter in der Cessna fliegt. Aufgrund kleiner technischer Probleme stand die Cessna jedoch nicht mehr zur Verfügung. Also habe ich  Bettina gefragt ob sie sich auch vorstellen könnte alleine nur mit dem Piloten im Motorsegler zu fliegen. Es war ihr anzusehen, dass ihr diese Tatsache nicht wirklich geheuer war, aber sie sagte ja.

Wie bekommt man jemand aus einem Rollstuhl in ein Motorseglercockpit? Mit etwas Einsatz -und der wahrscheinlich einzigen Passagiertreppe für einen Motorsegler weltweit, die wir in Giebelstadt extra für solche Zwecke gebaut haben- eigentlich ganz einfach.
Nachdem mit Maxi und Christians Hilfe Bettina dann im Cockpit saß und angeschnallt war konnte es losgehen.
Schon beim Rollen sah man ihr an das sie gehörigen „Respekt“ hatte, auch wenn sie auf Nachfrage immer sagte es sei alles in Ordnung. Beim Start in mittlerweile doch recht unruhiger Luft sah man bei jedem Ruckeln die Beine leicht verkrampfen. Es dürfte in ca. 100 Metern Höhe gewesen sein, als sie das erste mal richtig bewusst raus und runter auf die Erde geschaut hat. Ab diesem Moment veränderte sich ihr Gesichtsausdruck ganz eindeutig Richtung Lächeln und mit einem mal saß sie auch ganz locker und unverkrampft neben mir im heute sehr warmen Cockpit.

Nachdem uns über Würzburg eine starke Thermikböe etwas unsanft mit 5m/s nach oben katapultierte fragte ich nach, ob wir lieber zurückfliegen sollten, oder doch noch einige Kreise drehen sollen.
Das Komando hätte eindeutiger nicht sein können: “ Kreise fliegen! „. Offensichtlich hatte sie einfach noch nicht genug gesehen, oder es war einfach schön.
So drehten wir noch einige Runden bevor wir dann wieder in Giebelstadt einschwebten und Bettina sich mit sehr zufriedenen Gesichtseindruck wieder in ihren Rolli setzte.

Nebenbei hatten unsere Jugendlichen die wartenden Passagiere noch mit Steaks und Bratwürtsen versorgt und es war einfach das beste Wetter was man sich wünschen konnte um gemütlich im Schtten zu sitzen und zu plaudern.

Als sich ein schöner Tag zu Ende neigte kam dann noch die Nachricht:
Die Nutzlast des Ballons ist nach ca. 4 Stunden Flug nahe Meiningen heil gelandet und wurde vom Verfolger Team geborgen. Die Kamaras haben zwei Stunden prima funktioniert und es besteht große Hoffnung dass tolle Bilder drauf sind. Wir werden dies natürlich sobald mäglich verlinken.

Ich gehe heute zufrieden nach Hause mit dem Eindruck:

JA ! FLIEGEN VERBINDET! Menschen mit und ohne Behinderung, Jung und Alt.

Letztes Foto des Stratosphärenballons aus dem Verfolgungsflugzeug

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